Termine

Konferenz/Tagung/Workshop

Gestrandete Pottwale und der „Wal von Gießen“

Fachsymposium zu Walen an der Hermann-Hoffmann-Akademie der Universität Gießen

24. Oktober 2019 09.00 Uhr
Hermann-Hoffmann-Akademie der Universität Gießen, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen

Das Pottwalskelett im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie.Foto: JLU / Rolf K. Wegst

Das Pottwalskelett im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie.
Foto: JLU / Rolf K. Wegst

Ein Pottwal-Skelett gehört zu den bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Auf Initiative des Botanikers Prof. Dr. Volker Wissemann kam Anfang 2016 der Kadaver eines vor Helgoland gestrandeten Pottwals an die Universität. Die Präparation des Pottwal-Skeletts im Institut für Veterinär-Anatomie der JLU war reinste Knochenarbeit und stellte die Beteiligten vor viele Herausforderungen. Der Pottwal ist nicht nur ein beeindruckendes Exponat, er soll auch der Forschung und Lehre dienen. Mit der „Welt der Wale“ beschäftigt sich am 24. Oktober 2019 ein Fachsymposium an der JLU – natürlich wird im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie unter dem Walskelett getagt. 

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen neun Vorträge namhafter Referentinnen und Referenten, die insbesondere Pottwalstrandungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Aber auch die aufwändige Präparation des Gießener Walskeletts und die Wissensvermittlung über den „Wal von Gießen“ werden thematisiert. Außerdem gibt es eine Postersession.

Um eine Anmeldung bis zum 31. August 2019 an  wird gebeten.


Programm

9 Uhr – Grußworte

9.30 Uhr – Pottwalstrandungen – was lernen wir daraus? Prof. Dr. Ursula Siebert, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

10 Uhr – Historische Daten zu Pottwalstrandungen mit Informationen zu jahreszeitlichen Schwerpunkten und historischen Maxima und strandungslosen Zeiten. Jan Herrmann, Wilhelmshaven

10.30 Uhr – Verwandtschaft und Herkunft einer männlichen Pottwalgruppe (Physeter macrocephalus), gestrandet entlang der Nordseeküste im Frühjahr 2016. Marijke Autenrieth, Institut für Biochemie und Biologie, Universität Potsdam

11.30 Uhr – Müllfunde in den Anfang 2016 an der Nordseeküste gestrandeten Pottwalen. Bianca Unger, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover


12 Uhr – Was Schadstoffe und genetische Analysen über die Herkunft und Gruppenzugehörigkeit der 2016 gestrandeten Pottwale verraten. Dr. Josef Schnitzler, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover


14 Uhr – Echte Knochenarbeit – die anatomisch korrekte Präparation eines Pottwalskeletts. Prof. Dr. Dr. Stefan Arnhold, Institut für Veterinär-Anatomie, -Histologie und -Embryologie, JLU


14.30 Uhr – Knochenqualität von Pottwalen. Dr. Dr. Tim Rolvien, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Universitätsklinikum Eppendorf, Hamburg


15 Uhr – Parasiteninfektionen bei freilebenden Walen (Cetartiodactyla: Balaenopteridae, Physeteridae). Prof. Dr. Carlos Hermosilla, Institut für Parasitologie, JLU


16 Uhr – „Die Einheit in der Vielfalt“ – Themenfelder einer Wissensvermittlung über den Wal von Gießen. Prof. Dr. Volker Wissemann, Hermann-Hoffmann-Akademie und AG Spezielle Botanik, JLU

Veröffentlicht am 07.08.2019