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Höhlen der Schwäbischen Alb mit Eiszeitkunst sind UNESCO-Weltkulturerbe

Museum der Universität Tübingen MUT
Höhlen der Schwäbischen Alb mit Eiszeitkunst sind UNESCO-Weltkulturerbe

In den Höhlen im Ach- und Lonetal haben Wissenschaftler_innen der Universität Tübingen seit Anfang des 20. Jahrhunderts die ältesten Belege für figürliche Kunst, Musik und Glaubensvorstellungen des Menschen geborgen und erforscht. Die Tierfiguren und Schmuckstücke aus Mammut-Elfenbein, Figurinen wie die Venus vom Hohle Fels und Knochen-Flöten wurden während der letzten Eiszeit vor rund 40.000 Jahren hergestellt. Sie gelten als einmalige Zeugnisse der Menschheitsgeschichte.

Nun wurden die Höhlen der Schwäbischen Alb (Fundstellen Vogelherd, Bockstein, Hohlenstein-Stadel, Sirgenstein, Geißenklösterle und Hohle Fels) am 9. Juli 2017 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Zu sehen sind die meisten Originalfundstücke aus den Eiszeithöhlen im Museum Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen. Dort werden die Funde, darunter zahlreiche Tierfiguren aus Mammutelfenbein aus der Vogelherd-Höhle und das neu entdeckte Fragment einer Flöte aus Gänsegeierknochen, im Rahmen der Sammlung der Älteren Urgeschichte präsentiert.

Das kommenden Wochenende steht daher ganz unter dem Zeichen der Eiszeitkunst und des UNESCO Weltkulturerbes. Von Freitag, dem 14., bis Sonntag, dem 16. Juli ist der Eintritt im Museum „Alte Kulturen“ frei. Außerdem werden kostenlose Sonderführungen mit dem Schwerpunkt „Ursprünge von Kunst, Religion und Musik“ angeboten.

Ort
Museum Alte Kulturen | Sammlungen im Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11, 72070 Tübingen

Öffnungszeiten
Mi bis So 10 bis 17 Uhr; Do 10 bis 19 Uhr

Kostenlose Sonderführungen mit dem Schwerpunkt „Ursprünge von Kunst, Religion und Musik“
Freitag, der 14. Juli, um 15 Uhr, Samstag, der 15. Juli, um 15 Uhr, Sonntag, der 16. Juli, um 11 Uhr 

 

Veröffentlicht am 12.07.2017 von Prof. Dr. Ernst Seidl · ernst.seidl(at)uni-tuebingen.de