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Konferenz/Tagung

Tagung „Provenienzforschung zu ethnologischen Sammlungen der Kolonialzeit“

AG Museum der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde, gefördert von der VW-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Museum Fünf Kontinente in München

7./ 8. April 2017
Museum Fünf Kontinente, München

Tagung „Provenienzforschung zu ethnologischen Sammlungen der Kolonialzeit“

Provenienzforschung ist zu einem zentralen Thema kulturpolitischer Debatten geworden; in jüngster Zeit rückt dabei auch immer mehr die koloniale Herkunft insbesondere ethnologischer Sammlungen in den Blick und erfährt verstärkt mediale Öffentlichkeit. Zunehmend wird auch von Staaten, Institutionen und Initiativen des globalen Südens an Museen und Sammlungen die Forderung nach einer sammlungsgeschichtlichen Aufarbeitung ihrer ethnografischen Bestände herangetragen. Die AG Museum der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde möchte diesen Fragen gemeinsam mit dem Museum Fünf Kontinente in München auf einer Tagung nachgehen. Unter dem Titel „Provenienzforschung zu ethnologischen Sammlungen der Kolonialzeit“ soll die Tagung den Austausch zwischen Museen sowie Museen und Universitäten ermöglichen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit explorieren und Strategien der Systematisierung und Institutionalisierung von sammlungshistorischer Forschung und Provenienzforschung kolonialzeitlicher Sammlungen diskutieren.

Während der erste Tag einen Blick auf die internationale Debatte wirft und entsprechend internationale ReferentInnen versammelt, ist der zweite Tag der Situation speziell in der deutschsprachigen ethnologischen Museumslandschaft gewidmet. Die Tagung soll Workshopcharakter haben, um mit eher kurzen Vorträgen ausreichend Zeit für Diskussion zu bieten.

Alle Referent_innen stehen bereits fest; Interessierte sind jedoch herzlich eingeladen, am Tagungsort kurze Beschreibungen von eigenen Provenienzforschungsprojekten auszulegen. Diese Hand Outs (1-2 Seiten) könnten beispielsweise eine kurze Darstellung des Projekts, die Methoden und Herangehensweisen sowie ggfs. Ansprechpartner_innen enthalten – aber eben auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Durchführung, da es ein wichtiges Ziel der Tagung ist, sich über diese „Stolpersteine“ auszutauschen. Für die Bereitstellung einer entsprechenden Anzahl von Exemplaren müssten die Beitragenden selbst sorgen.

Die Tagung wird von der VW Stiftung unter ihrer Förderlinie „Forschung in Museen“ gefördert und in Zusammenarbeit mit dem Museum Fünf Kontinente München organisiert.

Veröffentlicht am 23.11.2016 von Sarah Fründt · sarah.fruendt(at)philosophie.uni-freiburg.de)