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Auftaktworkshop „Sammlungsbasierte Institutionen in Berlin – Wissenschaftsgeschichte im Verbund“

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

19./20. November 2015
Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin | Königin-Luise-Straße 6-8 | 14195 Berlin

Im Herbarium des BGBM (© I. Haas, BGBM)

Im Herbarium des BGBM (© I. Haas, BGBM)

Anlässlich des 250. Geburtstags von Karl Ludwig Willdenow, einem der bedeutendsten Direktoren des Botanischen Gartens Berlin, möchten der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin (BGBM) die Geschichte des Hauses erstmals umfassend untersuchen. Dabei soll es sich aufgrund der Aufstellung einer Institution wie dem BGBM nicht um eine rein geschichtliche Forschung handeln, die sich isoliert mit Themen befasst, sondern es bedarf auch des direkten Austauschs zwischen Fachwissenschaftler_innen (Botaniker_innen) und Wissenschaftshistoriker_innen.

Der BGBM ist Teil einer Wissenschaftslandschaft, die sich in den vergangenen 200 Jahren gemeinsam und aufeinander bezogen entwickelt hat. Aus diesem Grund ist das Vorhaben als Forschung im Verbund angelegt. Eine besondere Rolle spielen dabei die Sammlungen, die in der Vergangenheit in erster Linie als Forschungsobjekt für die Erfassung und das Verständnis der globalen Diversität der Pflanzen genutzt wurden, aber auch eine Rolle bei der mehr angewandten Erforschung beispielsweise der ehemaligen deutschen Kolonien spielten. Diese Sammlungspraxis ist nicht nur für den Botanischen Garten zentral, sondern gilt auch für vergleichbare Einrichtungen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, sammlungsbasierte Institutionen Berlins in einen Verbund zu integrieren, der auf die vergleichende wissenschaftshistorische Untersuchung der Institutionen abzielt und sich als Netzwerk mit engem Austausch versteht. Gemeinsame Forschungsvorhaben sollen hier ebenso Raum haben, wie die Integration einzelner Projekte in den Rahmen des Verbundes. Dabei ist ein besseres Verständnis des Selbstverständnisses des Sammelns als Teil des Forschungs- und Erkenntnisprozesses ein erklärtes Ziel, ebenso wie die Zusammenarbeit Fachwissenschaftler_innen und Historiker_innen, die unterschiedliche Positionen im Blick auf die Geschichte ermöglichen.

In diesem Rahmen findet am 19. und 20 November 2015 ein Auftaktworkshop statt. Dieser ist am 19. November als öffentliche Veranstaltung, am 20. November für einen geladenen Teilnehmer_innenkreis geplant. Ein ausführliches Workshop-Programm wird Mitte Oktober 2015 veröffentlicht. 
Ziel der Veranstaltung sind anschließende regelmäßige Arbeitstreffen, die offen für Interessierte sind. Hier sollen Forschungsergebnisse besprochen und komplementäre Themen identifiziert werden. Im Ergebnis ermöglicht dies auch eine Geschichte von institutionenübergreifenden Netzwerken, die bis heute zahlreiche Gemeinsamkeiten (Blick auf die Geschichte der Wissenschaftslandschaft Berlins, Erfassen von Strukturen,gemeinsame Drittmitteleinwerbung u.ä.) beinhaltet. 

Ansprechpartnerin

Dr. Patricia Rahemipour  

Veröffentlicht am 11.08.2015 von Dr. Patricia Rahemipour