Ausstellungen, Forschung und Lehre
Ausstellung: Mensch oder Objekt? Human Remains zwischen Forschung, Erinnerung und Verantwortung
Kabinettausstellung an der Universität Heidelberg

Menschliche Überreste sind zugleich Forschungsobjekte, Zeugnisse vergangener Lebenswelten, Träger individueller Geschichten und kultureller Bedeutung. Doch wie sollen Museen und Wissenschaft heute mit ihnen umgehen? Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Universität Heidelberg nimmt die Ausstellung „Mensch oder Objekt?“ diese Frage zum Ausgangspunkt und beleuchtet die ethischen, historischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Human Remains. Zwischen wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse, kultureller Sensibilität und moralischer Verantwortung eröffnet die Ausstellung einen Raum für Information, Irritation und Reflexion. Interaktive Elemente laden dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, eigene Positionen zu hinterfragen und aktiv an der Debatte teilzunehmen. Ziel ist es nicht, eindeutige Antworten zu geben, sondern den Dialog über einen respektvollen und verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Überresten anzustoßen.
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „Shaping Access“, einer Kooperation zwischen dem Völkerkundemuseum und mehreren Sammlungen der Universität Heidelberg, darunter die der Anatomie, der Geowissenschaften und der Ägyptologie am Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH). Das interdisziplinäre Projekt erforscht neue Wege im verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Überresten.
Ausstellungsort
Goldschmidt-Kabinett, Universität Heidelberg
Laufzeit
21. März 2026 - 18. Oktober 2026
Portal „Wissenschaftliche Sammlungen“
Universität HeidelbergÄgyptische Sammlung (Heidelberg Center for Cultural Heritage, HCCH)
Anatomische Sammlung
Museum für Geowissenschaften