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Ausstellung „Nineteen Forms of Containment

Eberhard Karls Universität Tübingen
Morgan O'Hara, COVID 19 #4 We All Have to Care About Each Other, 2020, newspaper painters tape on Silberburg handmade drawing paper 280 g, 68 x 98 cm/ 26,7 x 39,5 in. VERSO. © Morgan O'Hara 2020 

Morgan O'Hara, COVID 19 #4 We All Have to Care About Each Other, 2020, newspaper painters tape on Silberburg handmade drawing paper 280 g, 68 x 98 cm/ 26,7 x 39,5 in. VERSO. © Morgan O'Hara 2020 

Tübinger Invited Artist 2019/20, Morgan OHara aus New York,
startet mit neuem Projekt aus der Corona-Quarantäne:
Die aktuelle Ausstellung
„Nineteen Forms of Containment“ in der Galerie Brigitte March in Stuttgart startet ab dem 07.06.2020.

Morgan OHara sollte im Sommer 2019 als zweite geladene Künstlerin nach Momo Ghazali aus Teheran im neuen Format Invited Artistder Universität Tübingen zunächst nur einen Workshop an der Universität Tübingen absolvieren. Aber noch bevor Rektor Bernd Engler sie für den Herbst 2019 nochmals zu einem Workshop einladen konnte, der zudem in eine Ausstellung und eine bibliophile Publikation münden sollte, veranstaltete sie gemeinsam mit dem MUT im Hof von Schloss Hohentübingen ihr soziales Happening Writing the constitution: ein zeitkritisches Experiment mit Blick auf den aktuellen us-amerikanischen Präsidenten, das an einem Sommerabend fast 100 Tübingerinnen und Tübinger dazu verführte, an einem rund 35 Meter langen Tisch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder auch zum 70. Geburtstag das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in allen denkbaren Sprachen, Schriften und Medien abzuschreiben.

Nachdem nun im März 2020 die Ergebnisse ihres zweiten Workshops mit Studierenden der Universität Tübingen mit dem Titel Life and Meaning ... its personalpräsentiert wurden, konnte OHara nicht mehr in ihre Wahlheimat Venedig zurückkehren. Die Universität lud sie ein, die heimatlose Zeit hier zu verbringen und OHara nutzte sie: In einer Serie von 19 großformatigen Tuschezeichnungen verarbeitet sie ihr durch die Pandemie hervorgerufenes Gestrandetsein: Die doppelseitigen Tuschezeichnungen sind auf ihrer Vorderseite durch die immer wieder ähnliche, an den Virus erinnernde, jedoch zahllose Assoziationen ermöglichende und äußerst reduzierte, monumentale Kreisformen bestimmt.

Portal „Wissenschaftliche Sammlungen“

Eberhard Karls Universität Tübingen
Veröffentlicht am 09.06.2020