Nachrichten

Call for Papers

Call for Papers: MAI-lights 2021 – Das Online-Format der MAI-Tagung

Landschaftsverband Rheinland

2020 war es leider nicht möglich, gemeinsam das 20-jährige Jubiläum der MAI-Tagungsreihe zu begehen. Auch 2021 lässt es die Entwicklung des Pandemiegeschehens offensichtlich weiterhin nicht zu, sich wieder persönlich zusammenfinden zu können.

Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass sich analoge Veranstaltungsformate nicht ohne Modifikationen in eine Online-Variante übertragen lassen. Dies funktioniert bei „intimen“, kooperativ und interaktiv ausgerichteten Workshop-Versionen möglicherweise besser als bei Konferenz-Formaten.

Auf Grund dieser Überlegungen wird die MAI-Tagung 2021 als Online-Konferenz in abgewandelter Form stattfinden. Sie fokussiert sich dabei auf wenige Themengebiete und eine auf mehrere Termine verteilte und komprimierte Darbietung der jeweiligen Beiträge. Sie präsentiert sich darum erstmalig in Form von sog. „MAI-lights“, die in vier Themenblöcken – verteilt auf vier Nachmittagstermine im Mai, jeweils mittwochs um 14:00 Uhr – ausgerichtet werden.

In jedem Themenblock soll weiterhin die Möglichkeit geboten werden, Verständnisfragen zu stellen, Anmerkungen und Ansichten zu äußern sowie in einen generellen Austausch mit der*dem Vortragenden und den Kolleg*innen zu treten – soweit die technischen Gegebenheiten dies zulassen. Deshalb sollten alle Vorträge im Vorfeld aufgezeichnet und als Video-Dateien zur Aussendung kommen. Dieses Vorgehen hätte unseres Erachtens nach zwei wesentliche Vorteile: Zum einen erlaubt es eine zentrale, technisch stabile wie störungsfreie Übertragung der Beiträge und zum anderen wären die Vortragenden bereits während der Präsentation im Chat zeitnah ansprechbar.

Wir sehen dieses Format als eine Übergangs- bzw. Zwischenlösung, da wir überzeugt sind, dass persönliche Kontakte, das gemeinsame Erleben und der direkte Austausch in einem analogen Veranstaltungsrahmen einen nachhaltigeren Effekt bei der Wahrnehmung, Bewertung und Einordnung der gehörten Beiträge aufweist.

Themen 2021

Das Jahr 2020 brachte einen enormen Schub an digitaler Aktivität in den Museen. Es fanden sich vermehrt YouTube-Tutorials, 360 Grad-Panorama-Ansichten, digitale Rundgänge, geführte Online-Museumstouren, Podcasts, um nur Einiges zu nennen.

Manches war erfolgreich, manches lief schleppend an. Manches funktionierte in dem einen Haus, mit einer bestimmten Zielgruppe, anderenorts eher nicht. Manchmal stand der Aufwand dem Ertrag eher ungünstig entgegen. Hier waren die Resultate so unterschiedlich wie die Häuser selbst. Euphorie und Erfolg waren ebenso zu verzeichnen wie Enttäuschung und Ernüchterung. Ein generelles (Zwischen-)Resümee wird schwer zu ziehen sein, eine umfassende Sichtung würde zudem jeden vernünftigen Zeitrahmen einer Tagung sprengen.

Die MAI-Tagung 2021 möchte deshalb vielmehr einen aktuellen Einblick in das digitale Portfolio der Museen ermöglichen, welches sich im Laufe des vergangenen Jahres entwickelte. Es soll keine „Leistungsschau“ sein, sondern unterschiedliche Herangehensweisen darstellen, Erfahrungen zu Gehör bringen und zur Diskussion stellen. Die Tagung möchte aber auch einen Blick nach vorne richten, neue Projekte, frische Ideen und innovative Kooperationen vorstellen.

Darum fragen wir besonders nach Beispielen aus folgenden Bereichen:

  • Sammlung Online 
    z. B.: Aktivitäten während der Museumsschließungen im Bereich Sammlungserschließung; Verbesserung interner Abläufe, Abarbeiten von Bearbeitungs-Staus; neue und innovative Präsentationsformen; Kontaktpflege über Objektrepräsentation, partizipative Aktionen etc.
  • Digitale Vermittlungsformate
    z. B.: Transformation von Formaten der personellen Vermittlung auf eine digitale Basis; Formen des Distanz-Lernens im Museum (Kooperationen mit Schulen?); Video und Audio als Vermittlungsmedien, die „Nähe“ und Zugehörigkeit ermöglichen; Streaming und Gaming als alternative Zugangswege; funktioniert Vermittlung ohne realen Museumsbesuch?; sind Hybrid-Angebote eine Lösung? etc.
  • Kommunikation (intern/extern) und Social-Media
    z. B.: Auswirkungen von „Home-Office“ in den Museen; Erfahrungen mit kollaborativem Arbeiten auf digitaler Basis/Online-Meetings; welche Kommunikationskanäle wurden etabliert und/oder bespielt, um in Kontakt mit den Kolleg*innen und den Zielgruppen zu bleiben?; wie adaptierbar ist Social-Media ohne die Möglichkeit eines realen Museumsbesuchs (z. B. Instawalks)? etc.
  • KI in Museen
    z. B.: Forschungsvorhaben, Pilotprojekte, Kooperationen zur Künstlichen Intelligenz: Wo ist der Algorithmus, bei dem man mit muss? In welchem Stadium befinden sich KI-Anwendungen für/von/in Museen? Welche Chancen und welche Risiken sind damit verbunden? etc.
  • Gaming, Serious Games, Games-Industrie und Gamekultur
    z. B.: Studien zur speziellen Mediennutzung, Game-Typologien und Sozialisationswege (homo ludens): Wo sind Anknüpfungspunkte, wo sind Andockungsschwierigkeiten? Was ist „spielerisch“ und/oder „didaktisch“ in und mit Museen realisierbar? etc.

Weitere Stichworte für mögliche Beitragseinreichungen – so sie mit den jeweiligen Oberthemen in Verbindung stehen – wären:

  • Neue Projekte, Initiativen, Forschungsansätze und Internetpräsenzen 
    (von z. B. Museen, Archiven, Bibliotheken, Universitäten, Fachhochschulen)
  • Digitale Sammlungsrepräsentationen online 
    (z. B. Datenbanken, Content-Management-Systeme, Guided Tours)
  • Strategien zum Suchen und Gefunden werden im Internet 
    (z. B. Portale, Suchmaschinen, Suchstrategien)
  • Projekte an der Schnittstelle Museen und Schule 
    (z. B. Initiativen, Partnerschaften)
  • Kooperationen von Kulturerbe-Einrichtungen mit Universitäten, Fachhochschulen und andere Forschungsinstitutionen 
    (Projekte mit Museumsinformationen und -daten/Ausbildungs- oder Forschungsvorhaben)
  • Applikationen und Projekte zur medial-musealen Vermittlungsarbeit
    (Museumspädagogik, E-Learning, Blended-Learning)
  • Umsetzungen von barrierefreiem Internet im kulturellen Bereich
    (z. B. Projekte, Tools, Qualitätsmanagement)
  • Online-Marketing- und Kommunikationsmöglichkeiten 
    (z.B. RSS, Newsletter, Banner-Werbung)
  • Neue technische und konzeptionelle Umsetzungen im Bereich „Web 2.0" und Social-Media/Kollaborative und kollektive Anwendungen
    (z. B. Facebook, Instagram, Google+, Wikis, Blogs, Social-Bookmarks, Tagging, MashUps, Selfies)
  • Vermarktungsstrategien für Museen 
    (z. B. Online-Shops, Ticketing, E-Commerce)
  • Mobile-Computing und Mobile-Phones und deren Einsatz im musealen/kulturellen
    Sektor (z. B. Apps, Multimedia- und Audio-Guides, PDA, Handy-Führungen, georeferenzierte Angebote, Augmented Reality, Downloads)
  • Screen-Design und Usability für kulturelle Websites 
    (z. B. Studien, Best-Practice)
  • Serious-Games, Online-Videos, Online-Publishing
    (z. B. Theorien, praktische Beispiele)
  • Digitale Strategien von Museen
    (Überlegungen, Konzepte, Vorgehensweisen, Umsetzungen)
  • Video-Einsatz in Online-Repräsentationen von Museen
    (praktische Beispiele, technische Lösungen, Machbarkeitsüberlegungen, Zielgruppenplanungen)
  • Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Anwendungen
    (technische Lösungen und praktische Beispiele)

Formate

Die Einreichungen können sich auf Vorträge, Kurzvorträge/ShortCuts oder Workshops beziehen.

  • Die Vorträge sollten eine Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten.
  • Darüber hinaus sind auch kürzere Beiträge in Form von Fallbeispielen (ShortCuts) möglich (10 min, ohne/inkl. Diskussion).
  • Für die Workshops stehen max. 3 Stunden zur Verfügung.

Alle Vorträge sollten im Vorfeld aufgezeichnet und als Video-Datei (.mpg, .mpeg., .mp4, .mov o. ä.) zur Verfügung gestellt werden (gerne sind wir bei der Aufnahme behilflich). Dieses Vorgehen hat zwei wesentliche Vorteile, erstens erlaubt es eine technisch-stabilere Übertragung des Beitrags und zweitens wären die Vortragenden bereits während der Präsentation im Chat zeitnah ansprechbar.

Abstracts

Senden Sie bitte einen Abstract im Umfang von etwa einer DIN A4-Seite und weitere Informationen zu Ihrem Themenbeitrag (sowie zusätzlich die vollständigen Adressdaten und einige biographische Angaben zu den Vortragenden) an folgende E-Mail-Adresse:

 mai-tagung(at)lvr.de

  • Die Einreichungen werden bis zum 28. Februar 2021 entgegengenommen.
  • Eine Mitteilung über die Aufnahme der Einreichungen erfolgt bis spätestens Ende März 2021.

Die Referent*innen werden gebeten, im Nachgang der Veranstaltung ein (Kurz-) Manuskript oder eine aufbereitete Präsentationsunterlage zur Verfügung zu stellen, welche/s als downloadbare PDF-Datei auf die Internetseite der Tagung eingestellt wird.

Ein Einverständnis zur Nachnutzung des aufgezeichneten Beitrags auf dem YouTube-Kanal der MAI-Tagung wäre wünschenswert (aber keine zwingende Voraussetzung einer Teilnahme).

Veröffentlicht am 04.02.2021