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Spurenlesen: Objektwissenschaftliche Ansätze der Sammlungsforschung aus disziplinärer und transdisziplinärer Perspektive

„Junges Forum für Sammlungs - und Objektforschung“ | Workshop Dresden 2019
Spurenlesen: Objektwissenschaftliche Ansätze der Sammlungsforschung aus disziplinärer und transdisziplinärer Perspektive

Vom 22. bis 24. August 2019 veranstaltet die Kustodie der TU Dresden gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland und der Gesellschaft für Universitätssammlungen (GfU) e.V. den vierten Workshop in der Reihe „Junges Forum für Sammlungs-und Objektforschung“. Eingeladen sind Doktorand*innen aller Disziplinen, die an und über materielle/n Objekte/n oder Sammlungen forschen. Im Rahmen des geplanten Workshops sollen wissenschaftliche Fragen, Methoden und Ergebnisse vorgestellt und mit Nachwuchswissenschaftlern*innen aus anderen Disziplinen sowie Expert*innen diskutiert werden. Darüber hinaus erwarten wir von den Teilnehmer*innen, dass sie ihre Beiträge und die Ergebnisse der Diskussion für eine gemeinsame Publikation aufbereiten. Das Lesen und Deuten von Spuren ist alltägliche Orientierungs-und Überlebenstechnik und gleichermaßen epistemische Methode. Spurenlesen als Grundlage unseres Wissens über unsere Lebenswelt stützt sich dabei ebenso auf den geschulten Blick oder ‚embodied knowledge‘ wie auf objektivierbare natur-und kulturwissenschaftliche Methoden. Spurenträger kann das einzelne Objekt, der einzelne Fund, die Sammlung oder der Befundkontext sein. Manche Spurenträger werden ausschließlich für den Zweck der Erkundung im epistemischen Prozess hergestellt. Andere Spuren wiederum sind flüchtig, sodass erst (Ab)Bild, Abguss, Tonaufnahme, Moulage oder Modell als Spurenträger zweiter Ordnung eine (dauerhafte) Konservierung erlauben. Richtet sich der epistemische Fokus auf die Methoden des Spurenlesens, können Sammlungen oder Befunddokumentationen aus den Kultur-oder Naturwissenschaften als Spurenträger der Evidenzerzeugung gelesen werden. Wissenschaftliche Geräte und Instrumente oder ganze Experimentalsysteme werden zu Quellen, die Aufschluss über die Verfahren der Spurenproduktion geben. Wir möchten einen interdisziplinären Austausch zu objektwissenschaftlichen Ansätzen befördern und fordern Nachwuchswissenschaftler*innen aller Disziplinen auf,ihre aktuellen Forschungsvorhaben vorzustellenund in einem interdisziplinären Forum zu diskutieren. Das „Junge Forum für Sammlungs-und Objektforschung“ ist ein Kooperationsprojekt der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen mit vier Universitäten und wird von der VolkswagenStiftung finanziert. Die Workshopreihe bietet eine Plattform für jüngere Nachwuchswissenschaftler*innen, um sich fächerübergreifend miteinander zu vernetzen und Fragen der objektbasierten Forschung insbesondere in wissenschaftlichen Sammlungen an Hochschulen zu reflektieren. Zentrales Anliegen ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs dazu anzuregen, mit wissenschaftlichen Sammlungen und Objektbeständen an Hochschulen zu arbeiten, Objektkompetenz zu erwerben und interdisziplinäre Projekte zu entwickeln.

Wir bitten um kurze Abstracts im Umfang von maximal einer Seite für eine 20-minütige Präsentation sowie einen knappen Lebenslauf mit Stichworten zu den Forschungsinteressen an die unten angegebene E-Mail-Adresse.

Stichtag der Einsendung ist der 31. März 2019.

Die Tagungsbeiträge werden von der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. digital publiziert; Reise-und Übernachtungskosten werden erstattet.

Veröffentlicht am 24.01.2019